REISEBERICHTE
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Wissenswertes über meine vorgenommenen Reisen
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Javea - Costa Blanca / Spanien - Meine ersten Erfahrungen auf einer Tauchbasis Reisezeit: März - April 2002 Reiseveranstalter: privat Fluglinie: Aero Lloyd Preis: nur Flug 289,- Euro Endlich war die Zeit gekommen, wo ich meine ersten Erfahrungen auf einer Basis sammeln konnte. Ich bin nach Berlin gedüst und von dort mit dem Flieger nach Spanien. Steff holte mich in Alicante am Flughafen ab und wir fuhren ca. 1h nach Javea über die Autobahn. In der unmitelbarer Nähe vom Yachthafen in 2. Häuserreihe befindet die Casa Martin. Dort lernte ich dann auch seine Frau Nicole kennen.   Die Tauchbasis Diving-Martin ist eine kleine, sehr auf familiäres Flair ausgelegte Tauchbasis, kein Massenbetrieb - individuell geführte Tauchgänge im sehr fischreichen Teil des Mittelmeeres. Tauchgänge in kleinen Höhlen und Grotten unter kompetenter Anleitung. Hier ist jedes Team-Mitglied gleichberechtigt und jeder führt jede auszuführende Arbeit auf der Basis durch. Das Highlight: Höhlentauchen im bekannten Süßwasserquell El Moraig (Tauchen 11/00). Für mich stand in den nächsten Wochen viel lernen auf dem Programm. Der Rescue-Diver war schnell erledigt. Doch dann ging es ans "EINGEMACHTE", die Ausbildung zum Divemaster. Selbststudium wechselte mit Theorievorträgen von Steff und Übungstauchgängen in der Hausbucht El Tango. Mein Glück war, dass ich meinen Trockentauchanzug eingepackt hatte. Die Temperatur vom Mittelmeer lag bei bescheidenen 18 Grad. Durch eine Regenwoche zu Ostern war an Tauchen nicht zu denken. Um diese Zeit sinnvoll zu nutzen, zeigte mir Steff, wie man Atemregler wartet.   Gäste der Casa hatten den Wunsch geäußert, einen Tauchgang in der Höhle El Moraig zu unternehmen. Steff ist diesem Wunsch natürlich nachgekommen und ich durfte mit. Leider war das Meer auch noch Tage nach dem Regen so aufgewühlt, dass wir unser Vorhaben nicht in die Tat umsetzten konnten. Auch der 2. Versuch ein paar Tage später musste abgebrochen werden. Somit widmeten wir uns wieder meiner Ausbildung, um sie erfolgreich abzuschließen. Die Begleitung von Ausbildung kam ein wenig zu kurz, auf Grund des Wetters, und so beschloss ich dieses im Sommer bei Steff für weitere 3 Wochen nachzuholen. Habe auch noch ein selbst gedrehtes Video eines Urlaubers mit unseren Versuchen, den El Moraig zu erkunden, was uns ja leider wegen des etwas schlechten Wetters nicht ganz gelang. Das Vorprogramm bis zum Höhleneingang ist aber schon der Knaller schlechthin und einen Tauchgang wert.   Kurz noch was zu Javea selbst: hier ist für jeden Geschmack etwas dabei - wer Party will, fährt nachts in den Ortsteil Arenal. Dort ist alles vorhanden, wer es etwas ruhiger mag, kann auch abends in der Casa bleiben und die Tauchgänge des Tages mit Nicole (Chefin) und Steff (Basisleiter) bei Wein und Bier sich noch mal in Erinnerung holen, oder man geht in eine der verschiedenen Tavernen in der Nähe. Fazit: Mir hat es dort sehr gut gefallen - die 4 Wochen zur Dive-Master Ausbildung waren hart aber gerecht! DANKE STEFF!!!! Meine Frage, ob Tauchlehrer oder Guides eine lockeren Job haben, konnte mit einem klaren NEIN beantwortet werden. Es ist ein Full-Time-Job. Jetzt kann ich mitreden.
Die   Casa   ist   alles   in   einem   -   Tauchbasis   und   Gästehaus   Es   besteht   die   Möglichkeit   nur   Übernachtung   oder   mit Halb-Pension zu buchen. In   der   Nähe   gibt   es   noch   ein   weiteres   Hotel   im   Angebot. HP   ist   zu   empfehlen,   da   die   Chefin   selbst   in   der   Küche die tollsten Gerichte zaubert.
Kata - Phuket / Thailand - Mein IDC (Instructor Development Course) bei Ben Reisezeit: 29.11. - 20.12.2002 Reiseveranstalter: privat Fluglinie: Thomas Cook Preis: nur Flug 589,- Euro Wie schon auf der Seite "zu meiner Person" gesagt, war es eigentlich nur noch ein Schritt vom Divemaster zum Instructor (Tauchlehrer). Dieser sollte nun folgen, da alle Vorzeichen auf günstig standen. Ich fand ein günstiges Angebot für einen Flug nach Phuket, der Zeitraum von 3 Wochen passte genau in die Zeit des IDC - Termins von Ben und er hatte noch Platz in seinem Kurs. Somit zog ich kurzerhand los um einer von ihnen zu werden,  - Tauchlehrer - Nach langem, aber angenehmem Flug landete ich morgens (Ortszeit) auf Phuket. Abgeholt wurde ich von Ben's Lebensgefährtin. Vom Flughafen ging es in den Ort Kata, wo ich im Hotel Kata Palm für die nächsten 3 Wochen mein Quartier bezog. Ein sehr nettes und geräumiges Einzelzimmer. Der Tag (Freitag) stand zur freien Verfügung und ich genoss die Sonne und den Pool. Am Abend war das 1. Treffen mit Ben geplant, zum Kennen lernen der anderen IDC Kandidaten. Unser Kurs sollte sich als sehr angenehm herausstellen, da außer mir nur noch 2 andere Kandidaten mit von der Partie waren. Martin Geiger und Volker Rossmann. Auch der Samstag stand noch im Zeichen der Akklimatisierung, diesen nutzte ich zu meinem ersten Tauchausflug in die Unterwasserwelt Phukets. Am Sonntag, 01.12.2002 begann unser Kurs. 07.45h holte Ben uns am Hotel ab und wir fuhren in die Anlage der Marina-Divers nach Karon. Dort waren der Klassenraum, der Übungspool sowie das Restaurant für unser Mittag. Jetzt sollten wir auch unseren Staff-Instructor - Volker Gross - kennen lernen. Er hat Ben während des ganzen Kurses assistiert. Als erstes legte Ben mal die Marschroute für die nächsten 12 Tage fest. Im Kurs-Paket war der Nitrox-Instructor inklusive. Damit haben wir auch gleich begonnen. Der IDC ist die Kombination vom AI (Assistent Instructor) und Instructor. Die ersten 4 Tage sind AI - Kurs, der Rest Instructor-Kurs. Inhaltlich geht beides ineinander über. Jeden Tag wechselten Theorie-Vorträge mit Poollektionen und 2x waren wir zu Freiwasser-Lektionen im Meer. Am Ende eines Tages gab es dann noch Hausaufgaben für uns. Diese beinhalteten Theorie-, Pool- und Freiwasserlehrproben. Da unser Kurs so klein war, durften wir immer gleich mehrere Lehrproben ausarbeiten. Nach anfänglichem Murren stellte sich dieses als sehr vorteilhaft heraus, da wir somit fast allen Pool- und Freiwasserlehrproben schon mal ausgearbeitet und Fehler besprochen hatten, in Bezug auf die eigentliche Tauchlehrerprüfung (IE - Instructor Examination). Ben`s Bestreben war es, uns auf die Höchstnote von 5,0 zu trimmen, was es uns nicht leicht machte und wir mit einer 4,0 von ihm schon sehr gut bedient waren. Zum Anfang war es noch weniger. Das war ja nur zum Üben, oder wie man so schön sagt die Pflicht. Die Kür sollte noch folgen. Die Kür (IE) war dann auf 3 Tage angesetzt. Der Vormittag des Freitags, der 13.12. stand uns noch zur freien Verfügung. Ich nutzte diese Zeit am Strand, um mich noch mal Eingehens mit dem Wheel (Rad zur Tauchgangsplanung) zu beschäftigen. Ben holte uns am Nachmittag im Hotel ab und wir fuhren in die Hotelanlage, wo die IE stattfand. Dort trafen wir alle IDC Kandidaten, ca.50 Leute verschiedener Nationen. Nach der Eröffnungsansprache und Vorstellung der Examiner, sowie der Erledigung des Paperwork bekam jeder seine Gruppe zugeteilt mit den dazu gehörenden Aufgaben für die nächsten Tage. Wir 3 blieben zusammen und bekamen noch einen deutschsprachigen Kandidaten (Karl) vom Team Dive Asia dazu. Weitere 4 Kandidaten von Dive Asia bildeten den Rest unserer Gruppe "Orange". Nachdem alles geklärt war, ging es gleich ans Eingemachte - der schriftliche Theorietest. Zu jedem Themengebiet 12 Frage, wovon mindestens 75% je Themengebiet richtig sein mussten. Als der Examiner nach der Korrektur meines Tests zu mir sagte: "See you tomorrow". Fiel mir ein Stein vom Herzen. Die erste große Hürde war übersprungen. Um unseren Staff-Instructor Volker ein wenig zu ärgern, kam ich mit versteinerter Mine aus dem Raum und hielt den Daumen nach unten. Als ich den Daumen dann aber nach oben streckte und mein Gesicht freundlicher wurde, war er doch sehr erleichtert. Mittlerweile war es 19.00h und wir fuhren zurück in unser Hotel. Nach dem Abendbrot ging es gleich an die Ausarbeitung der Pool-, und Theorie-Lehrprobe für den Samstag, bis nachts um 01.00h!!!!! Morgens um 06.00h habe ich dann alles noch mal verfeinert. Mit dem Update - falls man die Lehrprobe verhaut, habe ich mich gar nicht beschäftigt. Samstag früh stand erst mal der schriftliche Standart-Test auf dem Programm. Mit Hilfe der PADI - Bibel sollten die Fehler bei den Standards gefunden werden. Wiederum mussten 75% erreicht werden. Nach einem OK der Examiner war eigentlich das Schlimmste geschafft. Die Pool-Lehrprobe folgte gleich nach dem Standard-Test. Unser Glück waren die Deutsch-kenntnisse unseres Examiner Henrik Nimb (Däne - Vice President PADI Pacific). Alles klappte wie am Schnürchen, Poollehrprobe sowie die 5 Skills. Die Pool-Lehrprobe besteht kurz gesagt aus Erklärung der Übung (Skill), Demonstration und auf Fehler der Schüler dann reagieren.. Diese bekommen sie vom Examiner hinter deinem Rücken. Die Skills müssen nur perfekt vorgeführt werden. Am Nachmittag war noch die Theorie-Lehrprobe, sollte sich auch als machbar herausstellen, denn wir hatten 12 Tage vorher nichts anderes geübt. Sonntag früh fand noch die Freiwasser-Lehrprobe am Kata - Beach statt. Wir 4 mussten etwas länger warten, da in der anderen deutschen Gruppe Schwierigkeiten bei der Rescue-Übung auftraten. Einige mussten sie wiederholen. Bei uns lief aber alles glatt. Nachdem wir aus dem Wasser waren, gab es eine Nachbesprechung und kurze Zeit später die Gratulation und Überreichung der Urkunde für Jeden durch Henrik. Es war geschafft, mein Ziel erreicht: TAUCHLEHRER Die letzten 5 Tage bis zu meinem Abflug nutzte ich mit einer weiteren Fun-Tauchtour mit Ben und 3 weiteren Course-Direktoren und ausgedehnten Sonnenbädern am Beach.
Javea - Costa Blanca / Spanien - Tauchlehrer bei Diving-Martin Reisezeit: August - September 2003 Reiseveranstalter: privat Fluglinie: Hapag Lloyd Express Preis: nur Flug 70,- Euro Ein Jahr ist vergangen und ich bin wieder bei Nicole und Steff in Javea. Nur bin ich dieses Mal als Tauchlehrer hier. Ich möchte mein Erlerntes umsetzen und auch neue Erfahrungen sammeln. Vom ersten Tag an wurde ich voll in die Basis-Arbeit integriert. Die Basis und Pension befinden sich in einem Haus. Es geht hier sehr familiär zu, daher war es für mich auch selbstverständlich, Nicole ab und zu beim Decken des Frühstücks- oder Abendbrottisches zu helfen. Ansonsten stand nach meinem Frühstück das Laden der Flaschen und des Tauchequipment auf dem Programm. Chris, unser anderer TL, kümmerte sich morgens auf der Dachterrasse um das Spülbecken. Mit dem Jeep oder Bus ging es gegen 09.30h zum Bootsliegeplatz. Das Schlauchboot  wurden dann vorbereitet und die Tauchsachen verladen. Die Ausfahrt zum ersten Tauchgang erfolgte ca. 10.00h. In Absprache mit den Gästen wurde der Tauchplatz ausgesucht. Die Rückkehr ist gegen ca.12h. Die Tauchflaschen wurden gleich zum Füllen in den Laguna - Freizeitpark von Christa neben der Kartbahn gebracht. Dort stört der Lärm der Kompressoren nicht, da Christa normalerweise erst zum Abend öffnet. Auch dann ist das kein Problem, da der Betrieb der Kartbahn lauter ist. Diese Aufgabe wurde gerecht unter uns allen verteilt. Wenn am Wochenende die spanische Partnerbasis der Deep Diver auch vor Ort war, wurden schon mal fast "Nachtschichten" zum Flaschenfüllen eingelegt. Zurück auf der Basis wurde das Equipment zum Spülen mit dem Flaschenzug aufs Dach gebracht. Die Zeit bis zur nächsten Ausfahrt gegen 16.00h wurde mit allen anfallenden Arbeiten überbrückt. Die Theorie-ausbildung von Kursen fand ebenfalls hier statt. Es blieb aber auch Zeit für so manchen small-talk mit Gästen, die nur mal so auf der Basis vorbei schauten. Viele Gäste waren auch schon im Vorjahr hier zum Tauchen und so kannte man sich ja schon. Nachmittags gegen 15.30h begannen die Vorbereitungen für den Nachmittag-Tauchgang. Die Zeit konnte aber auch auf Wunsch der Gäste vorverlegt werden. Es gab auch die Möglichkeit, Tauchgänge von Land zu absolvieren. Meistens Check-, oder Ausbildungs-, sowie Nacht- Tauchgänge. Dafür ging es zur Hausbucht El Tango am Hafen. Besonders die Nachttauchgänge hatten hier ihren Reiz. Mit etwas Glück begegnete man nicht nur einem Oktopus  auf dem Tauchgang. Die Abende gehörten der Geselligkeit mit den Gästen, die bei Nicole wohnten. Aber auch dann wurde die Runde schon mal größer, da sich doch ab und zu jemand in die "Gasse" verirrte. Zu den Freizeitaktivitäten zählen Ende August die Fiestas in Ort, sowie die alljährliche Stierkämpfe in der Arena in Hafen. Hier wird natürlich nicht klassisch  Stierkampf betrieben, sondern die Jugend aus dem Ort versucht die Stiere an den Rand des Hafenbeckens zu treiben, wo sie dann teilweise durch den rutschigen Untergrund ins Hafenbecken springen. Meist springen aber die jungen "Torreros". Am ersten Septemberwochenende findet alljährlich ein riesiges Feuerwerk am Hafen statt. Das beginnt schon morgens mit Wecken der Bevölkerung durch Böller, mittags auf dem Parkplatz vor dem Hafen werden die Böller von Pyrotechnikern nach einander gezündet. Den Abschluss bildet gegen 24h dann das ca. 1stündige Höhenfeuerwerk auf der Kaimauer. Dieses Feuerwerk ist mit unserem hier nicht zu vergleichen, jedenfalls habe ich so etwas noch nie gesehen.   Die schönste Zeit geht immer viel zu schnell zu Ende, und so wurde es für mich wieder mal Zeit Abschied zu nehmen. Hasta luego - man sieht sich.
Hurghada / Ägypten - Tauchlehrer im Jasmin Diving-Center Reisezeit: 15.08. - 05.09.2005 Reiseveranstalter: privat Fluglinie: Condor Preis: nur Flug 249,- Euro Nachdem ich in Spanien als Tauchlehrer gearbeitet hatte, wollte ich nun zu neuen Ufern aufbrechen. Ich nutzte meinen Urlaub im November 2003, um den ersten Kontakt zu Monika vom Jasmin-Diving-Center herzustellen. Ich habe einfach mal angefragt, ob es möglich wäre bei ihr auf der Basis auszuhelfen. Auf der BOOT 2004 wurden wir uns dann einig und ich konnte die Flüge buchen. Im Sommer 2004 war ich dann zum ersten Mal auf der Basis. Da es mir sehr gut gefallen hat, fragte ich gleich für 2005 an, ob ich wiederkommen dürfte. Es gab von Monika keine Einwände und wiederum auf der BOOT haben wir den Termin abgestimmt. Ankunft auf dem Airport Hurghada gegen Mittag. Ruck-zuck an der Visakontrolle vorbei, da ich mir im Vorfeld in Deutschland schon ein Visa besorgt hatte. Nur noch die Koffer holen und ab zur Basis.  Da stand ich nun, kaum jemand da. Die Boote waren ja noch unterwegs. Also erst mal alles Organisatorische mit der Chefin besprechen. Nach und nach kamen die Boote zurück und ich konnte mich meinen neuen Kollegen vorstellen. Nach dem abendlichen Briefing für den nächsten Tag ging es mit den neuen Kollegen im Minibus zum Staff-Haus. Dort sollte für die nächsten 4 Wochen mein Zuhause sein. Ich bekam ein Zimmer im Obergeschoss. Am nächsten Morgen holte uns der Staffbus gegen 07.00h ab und brachte uns zur Basis. Dort waren schon die Bootslisten mit Infos zum Boot und  den Gästen vorbereitet. Ich wurde an den ersten beiden Tagen jeweils einem Kollegen auf dem Boot zugeteilt, um die Abläufe kennen zu lernen. Die Schwierigkeit dabei war, Juri, ein Russe, sprach nur russisch und englisch und am 2. Tag Anan, eine Ägypterin, nur arabisch und englisch. Was für ein Einstand für mich. Aber alles funktionierte so gut, dass ich am 3. Tag gleich ein Boot zur Eigenverantwortung bekam. Bevor die Gäste eintreffen, nutzen wir die Zeit für weitere Vorbereitungen, z.B. Check der Nitrox - Flaschen, eigenes Equipment herrichten usw. Sind alle Gäste deiner Liste eingetroffen, abgehakt und habe benötigte Leihausrüstung bekommen, geht es zur Tauchplatzauswahl an die große Tafel. Dann wird das Equipment auf den Pick-Up verladen und zum Boot gefahren. Am Boot angekommen, gab es erst mal eine riesige Wiedersehensfreude, denn die Bootsbesatzung inklusive Captain erkannten mich vom Urlaub im letzten November wieder. Auf den Boot werden die Flaschen, das Equipment und noch mal die Anzahl der Gäste gecheckt, bevor es in Absprache mit dem Captain zu den besprochenen Tauch-plätzen geht. Es gibt auch noch ein ausführliches Briefing zum Verhalten auf dem Boot.. Bis zum ersten Tauchplatz bleibt genügend Zeit, das eigene Equipment herzurichten, sowie auf Fragen oder Anregungen der Gäste einzugehen. Bei Tauchkursen werden hier auch Einzelheiten besprochen. Am Tauchplatz erhalten die Gäste ein ausführliches Tauchplatz-Briefing mit Karte und die Gruppeneinteilung, soweit diese nicht schon vorher geklärt ist. Dann heißt es: ready for take off, rein in die Tauchsachen und die Stille und Ruhe unter Wasser genießen. Nach dem Tauchgang folgt eine Anwesenheitskontrolle, das allseits beliebte Mittagessen -zubreitet durch die Bootscrew-, sowie eine Oberflächenpause, bevor das Boot zum nächsten Tauchplatz umsetzt. Hier wiederholt sich der Ablauf  wie beim ersten Tauchgang. Die Rückfahrt zur Basis wird meist gegen 15.00-15.30h angetreten. Ankunft ist dort ca. 1h später. Unter Mithilfe der Gäste werden die Tauchsachen und Flaschen entladen und mit dem Pick-Up zur Basis gefahren. Auf der Basis können die Tauchsachen gespült und getrocknet werden. Leihausrüstung wird wieder entgegen genommen und abgehakt. Ist alles komplett, kann die Bootsliste für heute ge-schlossen werden. Unsere Arbeit ist damit aber noch nicht zu Ende, denn jeden Tag ist jemand mit Basisdienst dran. Ansonsten werden defekte Ausrüstungsgegenstände repariert, Equipment gewartet, oder der Nachttauchgang vorbereitet. Natürlich kommt auch der small talk mit den Gästen nicht zu kurz.  Zum Feierabend bekommen wir jeden Abend unser Briefing mit dem Plan für den nächsten Tag, sowie Anregungen, Hinweise usw.   Nach Feierabend geht man dann gemütlich in Hurghada Essen, wobei die Lokalitäten sehr variieren. Selbst ein Besuch in der "Villa Kunterbunt" sollte nicht fehlen, da es berühmt ist für sein Kamelsteak an Schokoladensoße oder (Kamel)-Sauerbraten mit Spätzle. So verfliegen die Tage und bald heißt es wieder Abschied nehmen, denn die schönste Zeit des Jahres geht immer viel zu schnell vorbei.
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TAUCHAUSBILDUNG  zwischen Helmstedt und Magdeburg